Darum wird Google Buzz ein Flop


Bei Google Buzz handelt es sich um den einen neuen Microblogging Dienst von des Internetriesen Google. Das Programm erweitert zwar die Funktionen von Google, wird allerdings meiner Meinung nach, ähnlich wie auch schon Google Wave, kein großer Erfolg werden.

Der Hauptgrund dafür liegt klar auf der Hand: Wir brauchen Google Buzz nicht. Wenn wir etwas kurzes mitzuteilen haben, dann twittern wir. Sollen unsere Freunde erfahren, was wir gerade treiben, erneuern wir einfach unseren Facebook Status. Wozu also noch einen Dienst, auf dem doch sowieso nichts anderes zu finden ist, als auf anderen Webseiten, die sowieso täglich gecheckt werden wollen?

Es gibt eigentlich nur eine Art der Nutzung von Google Buzz, die interessant sein drüfte: Die geschäftliche. Ein mögliches Szenario:

„Ich betreibe einen Blog mit fünf fest angestellten Redakteuren, die alle von zu hause aus arbeiten. Bei meinem Streifzug durch das Internet finde ich eine interessante Quelle, die ich unbedingt an meine Mitarbeitern weitergeben muss. Einfach schnell in Google Buzz eingegeben und mit einer kurzen Nachricht versehen. Die Mitautoren können dann ihre Meinung ganz einfach in Form von Kommentaren kundtun. Sehr praktisch, da alles schön übersichtlich angeordnet ist und man sich das lästige eMail hin und her erspart.“

Für den privaten Gebrauch hingegen, ist meiner Meinung nach Google Buzz völlig irrelevant. Es gibt aber auch andere Leute, die behaupten, dass Google Buzz ein riesiger Erfolg wird. Pete Cashmore, Gründer von http://mashable.com/ zum Beispiel behauptet, dass der neue Dienst ja schon alleine wegen der hohen Nutzerzahlen von Google Mail und der Einbindung von Buzz in Gmail einschlagen muss wie eine Bombe. Bei diesem Argument stellt sich mir aber die Frage, ob ich beim checken meiner Mails auch wirklich unbedingt die neuesten Nachrichten auf Buzz überprüfen muss geschweigeden eigene einzustellen (wenn sie doch ech schon jeder bei Twitter oder Facebook lesen kann).

Was sich außerdem noch als ziemlich unangenehm erweist, ist eine zwingende Erstellung eines öffentlichen Profils. Einstellungen der Privatsphäre sind nur bedingt möglich.

Für Firmen könnte Google Buzz also durchaus einen ordentlichen Mehrwert liefern. Für den privaten Gebrauch wird sich der neue Dienst aber wohl kaum durchsetzen können.

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5 comments on “Darum wird Google Buzz ein Flop

Bitte schlag mich nicht für diese Meinung. Aber ich finde Twitter und facebook haben sich hier genau so wenig durchgesetzt.

Sicher.. ich nutze es.. wie ich in deinem Artikel lese nutzt du es auch.. dann die vielen Webmaster..
Sicherlich auch der eine oder andere, weil er dadurch seine Informationen bezieht.. z.B über Spiele.. Filme..

Aber genau genommen.. und da hab ich jetzt leider keine Zahlen.. aber meine Empfinden ist:
Wenn ich mich im eigenen Freundeskreis rumhöre.. oder sage „Guck doch mal bei Twitter..“, dann ernte ich nur „Was ist Twitter?“..

Meiner Meinung nach sind Twitter und Facebook hier im Land noch eher insider. Und irgendwie kommt es mir so vor als würden es nur die kreativen.. oder Webmaster und Firmen nutzen. Mit ein paar Ausnahmen.

Was bei mir im Bekannten- und Verwandtenkreis sehr bekannt ist.. und was man auch immer wieder hört..

Das ist meinVZ.

Ich glaub SocialMedia hat sich hier nur bedingt und in gewissen Zielgruppen durchgesetzt.

Aber meiner Meinung nach nicht zu vergleichen mit dem Hype wie in der USA oder?

Steinige mich bitte nicht.. aber das ist quasi meine gefühlte Meinung aus dem Umfeld..

Keine Fakten 🙂

Ob Google Buzz wirklich erfolgreicher wird, als Twitter, facebook und Co. glaube ich auch nicht.

Aber das Buzz ein Flop wird kann ich auch nicht glauben. Meiner Einschätzung nach bietet Buzz eine ausgezeichnete Möglichkeit, echte Diskussionen zu führen. Durch die Art der inline Dokumentation gewinnt Buzz auf jeden Fall gegenüber Twitter.

Ein echtes soziales Netzwerk wie facebook ist Buzz zurzeit auch nicht. Ich könnte mir daher vorstellen, dass Buzz eher eine Art „Medium Blogging“ wird und durchaus ein Daseinsberechtigung zwischen Twitter und facebook hat.

Ich nutze Google-Mail eigentlich nur um Mails zu schreiben, die ich scheiben muss, und nicht weil es mir Spaß macht. Da passt Google Buzz einfach nicht rein !

Ich stimme dir zu, denn ich empfinde Buzz momentan auch eher als 5. Rad am Wagen. Der geschäftliche Aspekt den du ansprichst wäre definitiv ein Vorteil. Aber sonst? Ist alles schon vorhanden und das wesentlich komfortabler.

Twitter ist für mich ein Infokanal bei dem ich mich bei Bedarf einklinken kann und jederzeit wieder aussteigen kann. Buzz nervt mich mit einer Meldung wieviele Buzzes ich nicht gelesen habe, und das obwohl ich nur meine Mails checken möchte.

Und noch ein Punkt, bei Twitter kann ich ganz einfach per Knopfdruck jeder Person auf diesem Globus folgen, tolles Beispiel der oben genannte Pete Cashmore von Mashable. Bei Buzz entdecke ich diese Leichtigkeit nicht annähernd.

Und ja, ich fand es dreist dass Buzz mir beim ersten Login direkt sagt wer meine „Buddies“ sind, oder sein sollen. Ich bleibe bei Twitter und habe Buzz nach mehreren Tests erstmal wieder deaktiviert.Entdecke dort keinen Vorteil gegenüber Twitter, im Gegenteil.

LG Piet

@Nachti: Wieso totschlagen? Hat doch jeder das Recht auf eine eigene Meinung 😉 Ganz zustimmen kann ich dir aber nicht. Auch wenn z.B. meinVZ bei dir bekannter ist, so nimmt diese Rolle in meiner Gegend lokalisten ein. Auf die gesamte BRD gesehen ist aber meiner Meinung nach Facebook Spitzenreiter, da überall bekannt.

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