Wie Sport Dich zu einem besseren Blogger machen kann


Bloggen ist eine tolle Sache. Man kann seine eigenen Gedanken mit anderen teilen und sich austauschen. Dazu kann man sein eigenes oder gut recherchiertes Wissen anderer in seine eigene Präsenz einpflegen und darstellen was einen interessiert. Was ist aber, wenn man gewisse Pflichten hat?

Dies ist ein Gastartikel von Sascha Oertlin

Ohne Blog nichts los

Viele der Blogger die ich kenne bloggen aus Leidenschaft. Bloggen ist keine Arbeit, sondern eine Art zu leben. Auch wenn mir viele Kritiker nun vielleicht Verarmung sozialer Kontakte vorwerfen mögen oder was sonst mit der ständigen Arbeit am Computer zu tun hat, es ist so. Wirft man einmal die Frage auf: Was machst Du wenn Du Deinen Blog nicht mehr führen könntest? , sieht man in den Augen der meisten Blogger das pure entsetzten und steht einer Kalkleiste gegenüber. Ein Leben ohne Blog, dass können die meisten von uns sich nicht mehr vorstellen.

Dementsprechend hoch ist die Zeit anzusetzen, die man täglich am PC verbringt. Glaubt mir, wenn meine Frau nicht wäre, ich würde am Schreibtisch festwachsen. Und genau darin liegt auch das Problem: Wenn ich abends aufstehe kommt es vor, dass mir kurz die Lichter ausgehen, weil ich zulange gesessen habe. Auch sind des Öfteren Versteifungen im Nacken zu spüren. Das liegt an der einseitigen Haltung die viele von uns viel zu oft und viel zu lange einnehmen.

Red Bull und Kaffe helfen nicht gegen Schmerzen

Kennt ihr das auch? Je länger ihr am PC sitzt, desto müder werdet ihr, trotz Unmengen Kaffee und Red Bull? An mir selber habe ich festgestellt, dass mehr als drei Stunden am PC sitzen enorm problematisch werden kann. Ich muss dazu sagen um das gleich vorweg zu nehmen:

+ Mein Monitor hat die empfohlene Augenhöhe

+ Ich habe ausreichende Beinfreiheit und nutze sie auch

+ Ich besitze einen vernünftigen Stuhl um mein Hinterteil nicht übermäßig zu beanspruchen

+ und ja, auch bei mir geht das Fenster mehr als drei Mal am Tag auf

Dennoch treten bereits nach wenigen Stunden Ermüdungserscheinungen und Gelenkschmerzen auf. Das gefährliche daran ist, dass Schmerzen ein Warnsignal darstellen und der Körper sich anpasst. Wisst ihr noch wie die Lehrer immer sagten: Setz Dich gefälligst gerade hin!? Der Hintergrund ist mittlerweile allen bekannt, die Wirbelsäule verkrümmt sich mit der Zeit, der Körper passt sich an. Das gleiche Problem haben auch die Blogger, die stundenlang am Rechner sitzen. Oftmals ist das unbeabsichtigt, man surft und recherchiert und verliert die Zeit.

Sport ist doch kein Mord

Abhilfe schafft da Bewegung. So banal das auch klingt. Bestenfalls ein paar Situps oder Liegestütze bringen den Kreislauf in Schwung. Kniebeugen gegen Schmerzen in den Beinen. Und einfach mal ein paar Minuten auf die Couch entlastet den Rücken und die Muskulatur. Ich erzähle euch ja nichts neues, und jeder Weiß selber wie er sich am besten bewegt.

Das Ziel dieses Artikels besteht einfach darin, euch mal wieder bewusst zu machen, dass euer Körper keine Maschine ist. Auch wenn es die meisten für Nonsens halten: Auch Arbeit am PC ist körperlich sehr anstrengend. Wer sich zum Beispiel mit chinesischer Medizin auskennt weiß, dass die Energielinien permanent durchbrochen sind. In der wesentlichen Medizin wurde bewiesen, dass durch abgeknickte Beine, wie in Flugzeugen zum Beispiel, Thrombose entstehen kann. Dazu kommt, dass der Körper bei mangelnder Bewegung auch den Herzschlag verlangsamt. Daraus wiederum resultiert eine mangelnde Durchblutung des Gehirns und ein nachlassen der geistigen Fähigkeiten. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Wer sich zwischendurch bewegt, frische Luft schnappt oder einfach mal abspannt, der wird enorm viel produktiver sein als wenn er keine Pause macht. Die „verlorene“ Zeit bekommt man nicht wieder rein? Im Gegenteil: Durch die Pausen verbessert sich das Leistungsvermögen derart, dass zeitliche Rückstände im Nu wieder aufgeholt sind. Vergesst Kaffee und Dextro Energie – bewegt euch. Ist gesünder, entstresst und macht auch noch Spaß.

Gutes Zeitmanagement ist nicht schwer

Ich denke gerade mal an Lizzy von Zeitstrategie.de und versuche mal ihr Talent für Management zu nutzen. Man kann Bewegung gleich auch mal mit was Nützlichem verbinden:

+ Müll rausbringen

+ Den Hund mal raus lassen

+ Schauen ob der Vogel noch lebt, und den Käfig sauber machen

+ Lecker Wein für abends holen

+ Schauen ob noch was zu knabbern da ist

+ und, und, und

Ihr wisst was ich meine. Im Haushalt, in eurer Umgebung, überall fallen tausende von Dingen an, die erledigt werden müssen und die man damit wunderbar verbinden kann. Ein Beispiel aus meiner Welt: Ab und an übernimmt meine Frau postalische Botengänge ihrer Firma und vergisst auf dem Heimweg die Briefe einzuwerfen (Kommt öfter vor als man denkt), weil gerade wieder eine Freundin anruft und sich festgequatscht wird. Ihr Frauen wisst ja sicher was ich meine. Morgens packt sie ihre Handtasche und ihr fällt auf, dass die Briefe da noch drin sind. Und schon geht der Stress los. Abhetzen ist angesagt, denn die Briefe müssen weg. Was glaubt ihr was passiert, wenn ich ihr die Briefe abnehme und sage: Schatz, lass nur, ich geh später zum Briefkasten. Sie schaut mich verliebt an und sagt: Danke Schatz, ich liebe Dich! Ha, von wegen, dann kommt meistens: Aber wehe Du bist nicht vor zehn am Briefkasten! Aber ich denke ihr habt verstanden was ich meine.

Kommentar von Richard:

Sascha hat es einmal mehr geschafft einen klasse Artikel zu schreiben. Und das nur eine halbe Stunde, nachdem er mich gefragt hatte ob ich für Gastartikel offen sei. Und das allerbeste daran ist, dass ich Sascha in allen Punkten voll und ganz zustimme. Nach einem Spaziergang mit meinem Hund oder einem kleinen Waldlauf geht es mir immer sofort deutlich besser und ich kann mich viel ausgeglichener wieder an das Bloggen machen. Also hoch die Ärsche und bewegt euch!

Vielen Dank noch einmal an Sascha für seinen erstklassigen Beitrag. Wer mehr von ihm lesen will sollte sich einmal seinen Blog zu Gemüte führen – sehr empfehlenswert!

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5 comments on “Wie Sport Dich zu einem besseren Blogger machen kann

Hallo Sascha.
Du hast vollkommen recht. Bewegung macht einfach produktiver und hilft beim bloggen. Da sollte man sich regelmässig dran erinnern. (Und regelmäßig ein bisschen ist besser sich zu übernehmen und dann ganz aufzugeben.)

Danke übrigens für Erwähnung. 🙂

Allerdings würde ich mein „Talent für Management“ eher als verzweifelten Versuch beschreiben das Chaos etwas einzudämmen. 😉

Ich stimme Dir voll und ganz zu.
Wenn’s mir mal zu viel wird, gehe ich eine Stunde laufen.

Betreibe selbst täglich 2x Sport (am Morgen und am Abend) und kann auch ein klares Plus in meiner Produktivität erkennen. Kann es wirklich nur empfehlen … natürlich braucht es etwas Überwindung am Anfang.

Liebe Grüße,
Mario

Sport ist auf jeden Fall wichtig, wenn man viel am PC sitzt. Wer die Möglichkeit hat, sollte seinen Arbeitstag in der Mitte teilen und da eine Sporteinheit einschieben. Das erhöht die Produktivität auf jeden Fall!

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