Moderne Alternative zu Repeatern: Internet aus der Steckdose

Größere Distanzen machen WLAN-Netzwerken häufig zu schaffen. In größeren Wohnungen kann es zu unerwarteten Verbindungsabbrüchen oder zu drastischen Geschwindigkeitseinbußen kommen. Wer dennoch alle Zimmer mit einem gleichmäßigen Signal versorgen möchte, kann nun auf eine moderne und kostengünstige Alternative zurückgreifen.

Moderne Alternative zu teuren Repeatern

Eine traditionelle und bewährte Lösung, um das Internetsignal in den eigenen Wänden zu verstärken, stellen WLAN-Repeater dar. Doch für Anwender, die mehr als nur einen Repeater für eine bessere Abdeckung brauchen, ist der Einsatz von mehreren Repeatern sehr kostspielig. Eine kostenschonendere Alternative stellt das Internet aus der Steckdose dar, welches auch mit dem Namen Powerline bezeichnet wird. Beim Einsatz dieser Technologie müssen keine neuen Kabel verlegt werden, weil die Anschlüsse bereits in jedem Zimmer vorhanden sind. Die Adapter, die viele Anbieter im Sortiment haben, müssen nur in die Steckdose eingesteckt werden.

Drei unterschiedliche Standards

Gegenwärtig gibt es drei verschiedene Standards, aus denen man als Anwender wählen kann. Die Standards HomePlug 1.0, HomePlug AV und HomePlug AV2 unterscheiden sich vor allem bei der Bandbreite. So bietet HomePlug 1.0 eine Bandbreite von 85 MBit/s, was für viele Anwender ausreichend sein sollte, die lediglich im Internet nach Informationen Ausschau halten. Datenintensivere Anwendungen unterstützt der Standard HomePlug AV, der 2005 eingeführt wurde und bis zu 200 MBit/s erlaubt. 2009 folgte die Erweiterung des Standards auf HomePlug AV2, die mit bis zu 600 MBit/s auch das Schauen von Streaming-Videos erlaubt. In puncto Sicherheit gilt Power-LAN als deutlich sicherer als das traditionelle WLAN. So müsste ein Angreifer nicht nur denselben Adapter verwenden, sondern auch am gleichen Stromkreis hängen und die Verschlüsselung knacken, die HomePlug AV anbietet.

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